Der Jugendfußball in Nordrhein-Westfalen steht vor einer spannenden Weiterentwicklung: Mit dem neuen „NLZ-Lite“-Programm schafft der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) eine Möglichkeit für ambitionierte Vereine, sich als FLVW-Ausbildungsverein zertifizieren zu lassen. Wir vom FC Iserlohn haben unsere Bewerbung fristgerecht eingereicht.
Ziel des Programms ist es, die Lücke zwischen klassischen Amateurvereinen und den Nachwuchsleistungszentren zu schließen. Talentierte Jugendspielerinnen und Jugendspieler sollen dadurch noch gezielter gefördert und auf den leistungsorientierten Amateur-, semi-professionellen oder professionellen Fußball vorbereitet werden.
Große Chance für unsere Jugendarbeit
Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns mit dem Thema beschäftigt, konnten die notwendigen sportlichen Voraussetzungen damals jedoch noch nicht vollständig erfüllen. Inzwischen hat sich die Situation verändert: Mit unserer U15, U17 und U19 in der Westfalenliga erfüllen wir nun wichtige sportliche Kriterien.
Unser Jugendleiter Jörg Pantring sieht in der möglichen Auszeichnung einen großen Mehrwert:
„Für uns würde diese Plakette eine deutliche Aufwertung der Jugendarbeit nach außen bedeuten.“
Auch unser sportlicher Leiter im Jugendbereich, Oliver Ruhnert, betont die Bedeutung:
„Damit könnten wir unsere führende Stellung im Bereich des Jugendfußballs in Südwestfalen noch einmal stärken.“
Moderne Ausbildung statt reiner Ergebnisorientierung
Ein besonderer Aspekt des Programms betrifft die Entwicklung der jüngeren Jahrgänge. Für Teams wie unsere U14 und U16 soll künftig die Ausbildung stärker im Mittelpunkt stehen – weniger der Tabellenplatz oder kurzfristige Erfolg.
„Für unsere Jungjahrgänge geht es dann nicht mehr nur um Tore, Punkte und Meisterschaften. Es gibt keinen Erfolgsdruck mehr.“
Hohe Anforderungen an Vereine
Die Zertifizierung bringt umfangreiche Voraussetzungen mit sich. Neben sportlichen Erfolgen zählen unter anderem:
- qualifizierte Trainerlizenzen
- medizinische Betreuung
- moderne Infrastruktur
- ausreichend Kabinen- und Besprechungsräume
- geeignete Trainingsflächen
Mit dem Hembergstadion und unseren weiteren Anlagen sehen wir uns hier sehr gut aufgestellt.
Investition in die Zukunft
Auch personell und finanziell wäre die Anerkennung mit zusätzlichem Aufwand verbunden. So werden in einigen Bereichen höhere Trainerlizenzen gefordert, die mit entsprechenden Kosten verbunden sind. Dennoch sind wir bereit, diesen Weg zu gehen, um unseren Nachwuchs nachhaltig zu stärken.
Entscheidung noch im April erwartet
Sollten wir die Zertifizierung erhalten, gilt diese zunächst für vier Jahre – verbunden mit regelmäßigen Kontrollen durch den Verband.
Bis Ende des Monats rechnen wir mit einer Rückmeldung des FLVW. Für uns wäre die Auszeichnung ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, jungen Talenten in der Region beste Perspektiven zu bieten.


