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Titelfavorit eine Nummer zu groß

Oestrich. Die Reifeprüfung gegen den Spitzenreiter aus Finnentrop hat der nach der Winterpause bis dato noch unbezwungene FC Iserlohn nur zum Teil bestanden. Nach einer starken Anfangsphase war der FCI der offensiven Wucht der Gäste nicht gewachsen, gleichwohl fiel die Niederlage letztlich zu hoch aus. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – SG Finnentrop/Bamenohl 0:5 (0:2). Der Titelaspirant demonstrierte im Willi-Vieler-Stadion eindrucksvoll, warum er an der Spitze steht und ein heißer Anwärter auf den Aufstieg in die Oberliga ist. Mit einer variablen Spielweise stellte er die Iserlohner vor unlösbare Probleme, obwohl die Gastgeber in der ersten halben Stunde nicht nur gleichwertig, sondern auch besser waren.

Pfosten verhindert mögliche Führung der Gastgeber

Finnentrop hatte wohl mit dem forschen Beginn der Iserlohner nicht gerechnet, die selbst die Initiative ergriffen und sogar hätten in Führung gehen können. Mertens hatte aus halbrechter Position Maß genommen, zirkelte den Ball ins lange Eck, doch der Pfosten verhinderte einen Rückstand des Tabellenführers (26.), Den Nachschuss setzte Apolinarski über das Gehäuse.

Bis dahin boten die Gastgeber eine extrem gute Leistung, arbeiteten konsequent gegen den Ball und ließen keine zwingenden Chancen des Gegners zu. Doch die erste gelungene Aktion bescherte den Sauerländern die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung, die aus dem Nichts heraus fiel. SG-Torjäger P. Hennes traf nach einer von Apolinarski unnötig verursachten Ecke per Kopf zwar nur die Latte, doch Iserlohn bekam den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone und die erneute Hereingabe wuchtete Kümhof mit seinem Haupt über die Torlinie (35.). Kurz darauf stellte Finnentrop den bisherigen Spielverlauf endgültig auf den Kopf, weil die Iserlohner nach einem feinen Diagonalpass von P. Hennes unkonzentriert waren und den zwischen Wilmanns und Schaulandt davoneilenden Kleppel aus den Augen verloren hatten. Volley donnerte er das Leder unhaltbar für Schmale in die Maschen (38.).

„Das hätten wir besser verteidigen müssen“, ärgerte sich FCI-Trainer Mario Plechaty und hätte sich gleichzeitig ebenfalls so eine Kaltschnäuzigkeit von seiner Elf gewünscht, denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vergab Jessey den möglichen Anschlusstreffer.

Nach der Pause war Finnentrop nicht mehr zu stoppen. Mit präzisen, langen Bällen auf die Außen oder durch die Mitte zogen sie ein ebenso sehenswertes wie variables Kombinationsspiel auf. Konnte Schneider noch gegen P. Hennes auf der Torlinie klären, machten wenig später C. Hennes und erneut Kleppel alles klar, ehe kurz vor dem Abpfiff Torjäger P. Hennes seinen 20. Saisontreffer erzielte.

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol