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IKZ: Gegentor wieder selbst vorbereitet

Hohenlimburg. Wer Kampf und Hektik mag und generell die rustikale Gangart schätzt, wird dieses Nachbarduell als sehenswert erachtet haben. Alle anderen wurden eher mäßig unterhalten, und die auf die Gäste gemünzten Schmähgesänge einer Zehner-Fangruppierung hoben das Niveau auch nicht gerade. Den Hohenlimburgern dürfte es egal gewesen sein. Sie mischen oben mit, während der FCI tief in der Krise steckt.

Fußball-Westfalenliga: SV Hohenlimburg – FC Iserlohn 1:0 (1:0). Mario Plechaty hatte vor dem Spiel einen besonderen Wunsch: Endlich einmal kein Gegentor. Doch wie das mit dieser oft unsortierten und halbherzig attackierenden Defensive gelingen soll, bleibt rätselhaft. Das Tor der Hohenlimburger bereiteten die Iserlohner wieder selbst vor. Ein weiter Schlag in Spitze, Keeper Raab eilt aus dem Strafraum, legt den Ball beim Abwehrversuch aber Saffet Davulcu maßgerecht vor. Und der lupft ihn ins verwaiste Tor. Da waren 25 Minuten gespielt, und die ersten Aufreger schon verbucht. Dass Höltke nach einem üblen Foul an Schaulandt noch weiterspielen durfte, verwunderte. Der Iserlohner hielt danach nur noch 20 Minuten durch.

Die Gäste leisteten sich im Aufbau viele Fehler und standen gegen die schnell umschaltenden Hausherren oftmals ungeordnet. So gab es einige gute Schussmöglichkeiten für die Platzherren, während auf der Gegenseite nur Lukas Lenz, der selten einen verwertbaren Ball erhielt, zumindest in die Nähe einer Chance kam.

Mit dem Hohenlimburger Treffer riss beim FCI vollends der Faden. Nach vorne blieb vieles Stückwerk, so dass es schon Omar Jesseys toller Einzelleistung bedurfte, um einmal für Gefahr zu sorgen. Der scheiterte jedoch an Klur (40.).

Nach dem Wechsel wendete sich bei den Iserlohnern nichts zum Besseren. Es gab Ballverluste und unpräzise Pässe – und auch noch Gelb-Rot gegen Wilke. In Unterzahl musste der Rückstand wettgemacht werden, und Plechaty schöpfte sein Wechselkontingent früh aus. Als Jessey nach einem Steilpass mit dem herauseilenden Keeper Klur zusammenstieß, blieb dieser minutenlang am Boden liegen, konnte aber dann doch weiterspielen. Nach der Unterbrechung wollte es der FCI dann aber doch noch wissen, und Lukas Mertens hätte den Ausgleich erzielen müssen. Er war schon an Klur vorbei, hatte das leere Tor vor Augen und setzte den Ball neben den Pfosten (81.). Fassungslosigkeit im Iserlohner Lager war die Folge.

Als dann Gottesbüren Fernandes niederstreckte und Rot sah, war nicht einmal der nummerische Gleichstand hergestellt, denn der Iserlohner musste passen. Und es konnte ja nicht mehr gewechselt werden. Hohenlimburg stemmte sich mit Macht gegen die Schlussoffensive der Gäste und durfte am Ende jubeln. Iserlohn geht schweren Zeiten entgegen.

Quelle: IKZ, Willy Schweer