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Fehlende Konsequenz des FCI wird bestraft

Iserlohn. Eine passable Heimbilanz wird der FCI in dieser Saison definitiv nicht mehr hinbekommen. Nach zuletzt ordentlichen Leistungen am Hemberg gab es gegen Wickede wieder einen Rückfall in alte Zeiten und eine unnötige Niederlage.

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – Westfalia Wickede 1:2 (1:0). Die zuletzt guten Heimspiele wirkten nicht nach, keine 100 Zuschauer versammelten sich am Freitagabend auf der Tribüne. Und die sahen eine typische Partie zweier Mannschaften, für die es um nichts mehr geht. Etliche gefällige Aktionen und beiderseits einige gute Angriffszüge konnten nicht darüber hinweg täuschen, das die letzte Konsequenz abhanden gekommen ist. Den Beweis traten die Iserlohner gleich zu Beginn an. Ihr erster Vorstoß endete mit einem Foul an Deppe – Elfmeter. Nils Cala schoss und jagte den Ball aus dem Stadion. Viel weiter wird das Ziel beim Strafstoß selten verfehlt.

Reichlich Möglichkeiten zum 2:0 bleiben ungenutzt

Der Fehlschuss änderte aber nichts daran, dass die Hausherren in der ersten Viertelstunde die Akzente setzten, nur keinen gefährlichen Abschluss zustande brachten. Danach mischte Wickede allmählich mit, aber Martin Klima war auf dem Posten. Ehe es noch brenzliger wurde, legten die Iserlohner lieber den Vorwärtsgang ein und gingen in Führung. Lukas Lenz wurde maßgerecht bedient, Keeper Wegner parierte, aber im Nachsetzen traf Sebastian Schmerbeck (22.). Und der hätte mit dem nächsten Angriff beinahe das 2:0 eingeleitet. Seinen Schuss wehrte der Torhüter ab, und der einschussbereite Lenz wurde in letzter Sekunde abgeblockt.

Danach verflachte die Partie ein wenig, Erwähnung verdiente aber Toetz‘ fulminanter Schuss an den Pfosten (38.). Nach der Pause änderte sich wenig. Für Spektakel waren beide Seiten nicht zu haben, aber der FCI blieb zunächst die bessere Mannschaft. Ein zentrales Problem wurde aber einmal mehr deutlich: die Chancenverwertung. Wer so viel liegen lässt wie die Iserlohner, diesmal vor allem in Person von Schmerbeck und Lenz, sollte sich nicht den Luxus erlauben, den Defensivaufgaben nur sporadisch nachzukommen. Binnen fünf Minuten drehte die Westfalia das Spiel, wobei schlecht sortierte und halbherzig störende FCI-Abwehrspieler eifrig mithalfen.

Trainer Christian Hampel reagierte mit einem Dreifachwechsel nach 70 Minuten, und das Bemühen, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, konnte man den Hausherren auch nicht absprechen. Aber es gelang wenig Produktives, und die Abschlussschwäche zog sich bis in die Nachspielzeit, als der Ausgleich eigentlich zwingend hätte fallen müssen. Die Partie endete jedoch so wie sie begonnen hatte: Mit einem Fehlschuss. Aus zwei Metern setzte Lukas Lenz den Ball an die Latte.

Quelle: IKZ, Willy Schweer