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FC Iserlohn kann den „lucky punch“ nicht setzen

Iserlohn. Die Sicherheit stand nach der bösen 0:5-Pleite in Marl-Hüls beim Heimauftritt des FC Iserlohn gegen Hassel im Vordergrund. Und so gesehen ging die Taktik von Trainer Christian Hampel mit dem 0:0 gegen die favorisierten Gäste auch auf. Doch unter dem Strich war die Partie einer ersatzgeschwächten Mannschaft eher nicht der erhoffte Schritt zurück in die Erfolgsspur. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – YEG Hassel 0:0.

Dass den Gästen aus Gelsenkirchen am Hemberg nicht in der zweiten Hälfte der „lucky punch“ gelang, war vor allem ein Verdienst von Keeper Daniel Dreesen. Der reagierte mehrfach ganz stark und bewahrte seine Elf vor einem Rückstand, der gegen diesen Gegner vermutlich sicher eine Niederlage bedeutet hätte. Auf der anderen Seite spielten sich die Gastgeber zwar die ein oder andere gute Chance heraus, waren aber im Abschluss zu unpräzise.

Viel Ballgeschiebe nach den guten Startminuten

Mit Offensivgeist begann auch diese Partie, doch nach einem 25-Meter-Schuss von Fernandes, der knapp über das Tor strich (7.), war damit erst einmal Schluss. Über weite Strecke hielt Hassel auf Höhe der Mittellinie den Ball in den eigenen Reihen, schob die Kugel hin und her. Der FC wartete dagegen dicht gestaffelt in einiger Entfernung ab. Das war zäh und langweilte die Zuschauer phasenweise.

Abgesehen von einem Versuch von Zottl, den Keeper Kurt entschärfte (41.), herrschte in beiden Strafräumen Flaute.

Mit der Hereinnahme von Marks wurde es im zweiten Durchgang etwas munterer. Über die linke Angriffsseite der Gastgeber kam jetzt mehr Bewegung ins Spiel. Vor allem Enzmann rückte mehrfach in den Fokus (57./66.). Er war es auch, der aus bester Schussposition nur die Querlatte traf (70.). Dazwischen lagen immer wieder Fehler der Iserlohner. So von Merz, der den Ball verlor. Glück für ihn und sein Team, dass Dreesen gegen Özkaya stark parierte (58.).

Das war auch der Fall, als Dreesen gegen Gülgün Sieger blieb. Der Ball gelangte zwar noch zu Ersoy, doch der scheiterte am Pfosten (74.).

Durch die Einwechslung von Friedberg in der Schlussviertelstunde investierte FCI-Coach Christian Hampel dann noch mehr in die Offensive. Und dieser Schachzug schien auch schnell aufzugehen. Doch als der Ex-Dröscheder unbedrängt vor YEG-Torhüter Kurt angespielt wurde, bekam er das Leder nicht unter Kontrolle (83.). Vier Minuten später rutschte Zottl denkbar knapp an einer scharf getretenen Hereingabe vorbei. Schließlich war es erneut Friedberg, der aus optimaler Schussposition den Ball knapp am Tor vorbeijagte (88.).

Hassel hatte hier sicher auch ein wenig das Glück auf seiner Seite, blieb aber die leichtfüßigere und spielerisch überlegene Mannschaft, die bis zum Schluss eine latente Torgefahr ausstrahlte.

 

Quelle: IKZ, Markus Wassmuth