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Eine unterhaltsame Nullnummer

Iserlohn Normalerweise ist ein torlose Remis oft eine fade Angelegenheit, doch am Hemberg sahen die Zuschauer eine recht abwechslungsreiche Partie mit einem gerechten Ergebnis. Gegen die „Mannschaft des Monats“, die mit drei Siegen in Serie angereist war und folgerichtig im Oktober noch keinen Zähler abgegeben hatte, waren die Iserlohner mit dem Punkt zufrieden. „Der kann für uns“, so FCI-Trainer Mario Plechaty, „noch ganz wichtig sein.“ Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – FC Brünninghausen 0:0. Iserlohns Coach hatte seine wahre Freude an seiner Elf. „Es macht Spaß, ihr zuzusehen, man sieht mittlerweile ihre Entwicklung“, wirkte Plechaty nach dem Abpfiff erkennbar erleichtert: „Wenn wir so weiterspielen, dann sind wir irgendwann da unten raus.“

Schrecksekunde für Gastgeber kurz nach dem Anpfiff

Geprägt wurde die Partie zweifellos von zwei starken Abwehrreihen. Bei Brünninghausen ragte der Ex-Iserlohner Sebastian Lötters heraus, der seinen ehemaligen Mitspielern in vielen Szenen den Weg zu einen möglichem Sieg versperrte. Brüninghausens Schlussmann musste nicht einmal ernsthaft eingreifen, weil Lötters stets präsent war und fast jeden Schuss oder Pass blockte. Nur in der Anfangsphase leistete er sich einen dicken Fauxpas, der allerdings vom Schiedsrichter ausgebügelt wurde. Der große Innenverteidiger führte vor dem eigenen Strafraum unkonzentriert einen Freistoß aus, der Ball landete bei Lukas Lenz, der das Leder schnell am weit vor dem Tor stehenden TuS-Keeper vorbei ins verwaiste Gehäuse schob. Warum der Unparteiische die Ausführung wiederholen ließ, blieb nicht nur für Lenz ein Rätsel. Jedoch musste zuvor auch Plechaty eine Schrecksekunde überstehen, weil Iserlohns Abwehr unmittelbar nach dem Anstoß nicht wach war, zweimal über den Ball trat und erst Alexander Schmale gegen den frei vor ihm auftauchenden Yüksel Terzicik klärte.

Ansonsten ließ Iserlohns Defensive ebenfalls nicht viel zu, stoppte alle Angriffsbemühungen der zunächst selbstbewusst aufspielenden Dortmunder. Auch Schmale wurde sonst nur noch durch einen Freistoß von Florian Gondrum geprüft. Glück hatte der FCI-Torsteher bei einem Kopfball von Lötters, der knapp über das Gehäuse strich.

Im zweiten Durchgang erhöhte Iserlohn den Druck, aber Lenz, Ufuk Ekincier, David Vaitkevicius oder der diesmal schwach agierende Omar Jessey scheiterten mehrfach an der vielbeinigen Gäste-Abwehr. Der FCI wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen und ging das Risiko ein, ausgekontert zu werden. Fast hätte ausgerechnet ein weiterer Ex-Iserlohner darum dieser Partie den Stempel aufgedrückt. Nach einem Befreiungsschlag startete Gondrum gegen die weit aufgerückten Gastgeber auf der rechten Seite durch und bediente Leon Enzmann. Der Stürmer bekam den Ball nicht unter Kontrolle und scheiterte unbedrängt an Schmale, der kurz vor Schluss noch einen Distanzschuss von Sebastian Kruse zur Ecke lenkte.

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol