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Brisantes Duell bleibt erneut ohne Sieger

FC Iserlohn 2019/2020

Lünen. Der FC Iserlohn bleibt auch im dritten Spiel nach der Winterpause ungeschlagen. In Lünen erkämpften die Iserlohner einen wichtigen Punkt, mit dem sie besser leben können als die ebenfalls abstiegsbedrohten Gastgeber. Da die mitgefährdete Konkurrenz unterlag, konnte der FCI den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf neun Zähler ausbauen. Fußball-Westfalenliga: Lüner SV – FC Iserlohn 1:1 (0:0) . Es war wie erwartet das brisante Duell zwischen den Ex-Trainern und einigen Ex-Spielern der beiden Vereine, das wie schon im Hinspiel (2:2) ohne Sieger blieb. In der von Beginn an mit hoher Intensität geführten Partie wurden in einigen Zweikämpfen oft die Grenzen des Erlaubten ausgetestet. Benachteiligt fühlten sich vor allem die Lüner, weil Schiedsrichter Backhaus (Bochum) aus ihrer Sicht mit zweierlei Maß wertete. „So etwas habe ich lange nicht mehr gesehen, das war unter aller Kanone“, schimpfte LSV-Trainer Christian Hampel. Gleichwohl ließen sich die Akteure in vielen Szenen allzu theatralisch fallen, was mittlerweile im Fußball wohl dazu gehört.

In der Anfangsphase beherrschten die Iserlohner zunächst Ball und Gegner, machten viel Druck, kamen aber zu keinen zwingenden Möglichkeiten. Zu überhastet und ungenau wurde der Ball in die Spitze gespielt. Warum die Gäste nach gut 15 Minuten die Kontrolle aus der Hand gaben, war eigentlich unerklärlich. In vielen Szenen wirkte der LSV aggressiver, holte fast alle zweiten Bälle und brachte Iserlohns zuletzt stabile Defensive oft ins Straucheln. Die Gäste leisteten dabei aber mitunter tatkräftige Unterstützung.

Ein eigener Einwurf landete direkt beim Gegner, Schmale verhinderte gegen Temur Schlimmeres. Wenig später scheiterte erneut Temur am Schlussmann des FCI, diesmal hatte Mertens mit einem Fehlpass die Gefahr heraufbeschworen. Auch der Ex-Iserlohner Ernst konnte Schmale mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus nicht überwinden.

Ex-Iserlohner Friedberg auf der rechten Seite kaum zu stoppen

Nach der Pause kamen die Iserlohner wieder besser ins Spiel, gerieten trotzdem zunächst in Rückstand. Bröckers foulte im Strafraum Friedberg, der gegen seine ehemaligen Teamgefährten eine überragende Partie bot und auf der rechten Seite kaum zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sekulic (53.). Im direkten Gegenzug hätte Lenz gegen die noch freudetaumelnden Lüner fast vom Wiederanstoß den Ausgleich erzielt, doch der Torjäger zielte knapp am langen Pfosten vorbei. Jedoch war es der Weckruf für den FCI, der nicht in Hektik verfiel und sich letztlich für seine Geduld belohnte. Apolinarski hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, seine Flanke spitzelte Mertens in die Maschen (73.). Hätten die Gäste in der Schlussphase den einen oder anderen Konter besser zu Ende gespielt, wäre sogar noch mehr möglich gewesen.

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol