1. Mannschaft

Nullnummer beschert FCI das Abstiegsendspiel

Iserlohn. Jetzt passiert genau das, was der FCI unbedingt vermeiden wollte: In Brackel kommt es am nächsten Sonntag zum ultimativen Showdown. Gewinnt der gastgebende SV, dann sind die Iserlohner abgestiegen! Dieses Horrorszenario begleitete die Spieler bereits in der Schlussphase des Duells mit dem Meister, die sie mit etwas Glück noch zum Happy End geführt hätten. Aber das erlösende Tor fiel nicht, und es darf mehr denn je gezittert werden. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – Holzwickeder SC 0:0. Dass der Abstiegskampf nun zur Nervenschlacht wird, lag möglicherweise an den ersten 20 Minuten am Hemberg. Denn da spielten die Platzherren strukturiert und flott nach vorn, aber sie nutzen ihre Möglichkeiten nicht. Kingsley Nweke hatte schon nach drei Minuten die Führung auf dem Fuß, und als Lukas Lenz nach einer Ernst-Hereingabe die Kugel Richtung HSC-Gehäuse lenkte, hatten die Zuschauer den Torjubel auf den Lippen. Die Unterkante der Latte war im Weg (18.).

Der Meister schien nicht sonderlich an einer allzu intensiven Nachmittagsschicht interessiert zu sein, und ob er sich nach einem Rückstand gegen einen bissig agierenden Gegner wirklich aufgerafft hätte? Aber er bekam immer mehr Zugriff auf das Spiel, weil Iserlohn nach einer halben Stunde zunehmend den Faden verlor. Es wurde nicht mehr konsequent attackiert, der Gegner bekam zuviel Raum und verbuchte etliche gute Szenen im Strafraum der Hausherren..

Dass Rivale Brackel in Wiemelhausen schon nach 25 Minuten mit 3:0 führte, trug natürlich nicht zur Entspannung bei. Der Druck wurde größer, ein Remis, das zeichnete sich bereits ab, würde nicht zur Rettung reichen. Weil Schultze mit seiner hochkarätigen Einschussmöglichkeit nach einem Iserlohner Querschläger kurz vor der Pause nichts anzufangen wusste, blieb zumindest alles offen.

Sebastian Lötters hat das goldene Tor auf dem Fuß

Doch was der FCI dann über weite Strecken des zweiten Durchgangs bot, war entschieden zu wenig – trotz der nicht wegzudiskutierenden Stresssituation. Es fehlte das Feuer, der absolute Wille, den Sieg um jeden Preis zu erzwingen. Holzwickede hatte deutlich mehr vom Spiel, aber zum Glück für die Iserlohner gestattete sich der Meister viele Nachlässigkeiten im Abschluss. Dass nach einer Stunde immer noch die Null stand, war Glück und dem sicheren Daniel Dreesen zu verdanken. Erst spät dämmerte es den Platzherren, dass sie ja voll auf Risiko setzen konnten. Eine Niederlage hätte ihre Ausgangssituation schließlich nicht verschlechtert, so dass im Finish bedingungslose Offensive angesagt war.

Und das so dringend benötigte Tor lag in der Luft. Die 80. Minute: Freistoß Marks, Sebastian Lötters schießt den Ball aus drei Metern über die Latte. Die 88. Minute: Wieder Marks, Lötters verpasst. Die Nachspielzeit: Freie Bahn für Lukas Lenz – vorbei. Es hätte die Entscheidung sein können, die nun am nächsten Sonntag fällt.

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer