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Mertens’ Tor reicht dem FCI nicht

Oestrich Auch der Umzug ins Willi-Vieler-Stadion hat dem FC Iserlohn nicht dabei geholfen, den Weg aus der Ergebniskrise zu finden, die sich durch die vierte Niederlage am Stück trotz einer ordentlichen Leistung kennzeichnet. Die drei Punkte hat der DSC Wanne-Eickel mit ins Ruhrgebiet genommen.

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – DSC Wanne-Eickel 1:2 (0:2). Immerhin die zweite schwarze Serie des FCI ist gerissen. Mit seinem Strafstoßtor nach knapp einer Stunde hat Lukas Mertens der zuvor auf 370 Minuten angewachsenen Trefferflaute ein Ende bereitet. Doch es war bezeichnend, dass das Tor durch eine Standardsituation gefallen ist. Aus dem Spiel heraus gelang dem FCI zuvor überhaupt nichts, obwohl vom schnellen Spiel über die Außen, dem Kurzpassspiel durch die Mitte oder den langen Bällen von Kevin Meckel alles probiert wurde. Wanne-Eickels Hintermannschaft, die sich auch bei Kontern blitzschnell wieder formierte, schien zu ahnen, was auf sie zukommt.

FCI erholt sich nur langsam vom frühen Gegentreffer

Dass die Gäste diese Ruhe und Routine ausstrahlten, hin eng mit dem perfektem Start in die Partie zusammen. Zwei Minuten waren gespielt, als sie einen Freistoß auf ihrem rechten Flügel zugesprochen bekamen. Den hervorragend getretenen Standard wehrte Iserlohns Schlussmann Daniel Dreesen an den Innenpfosten ab, der Abpraller wurde über die Linie gedrückt. Von wem, war nur zu erahnen. Durchegeben wurde Abwehrmann Orkun Koymali, offiziell zugesprochen bekam das Tor Erik Schäfer.

Es dauerte, bis sich der FCI davon erholte. Neben Meckel trieb auch Mathieu Bengsch das Offensivspiel unermüdlich an, hinten zeigte sich Dustin Wurst als verlässliche Säule. Aber auch er war nicht im Bilde, als kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Flanke in den Iserlohner Strafraum segelte, René Michen gegen Dreesens Laufrichtung köpfte und mit diesem 2:0 für die Vorentscheidung sorgte.

Dass der Sieg des DSC doch noch einmal wackelte, ist nach Wursts Auffassung mit der klaren Leistungssteigerung zu erklären. „Das war gerade in der zweiten Halbzeit ein Klassenunterschied im Vergleich zu unserem miesen Auftritt in Neheim.“ Meckel, Bengsch und vor allem Alexandru Dane drei Minuten vor Schluss per Kopf aus kurzer Distanz besaßen die besten Gelegenheiten für eine deutlich mutigere Iserlohner Mannschaft, die sich leidenschaftlich gegen die Niederlage wehrte. Dreesen schlüpfte in die Rolle des Liberos und klärte oft außerhalb des Strafraums, in der Schlussminute tauchte er sogar im gegnerischen Strafraum auf. Gebracht hat es nichts mehr.

Quelle: IKZ, Oliver Bergmann