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Lukas Lenz hört zum Jahresende beim FCI auf

Iserlohn. Der vor einem Jahr vollzogene Wechsel in der sportlichen Leitung des FC Iserlohn sollte Aufbruchstimmung erzeugen und gleichzeitig die neue Strategie der Westfalenliga-Fußballer dokumentieren. Nach Jahren der Stagnation endete Uli Sauerborns Engagement, und die Regie übernahmen Lukas Lenz und Dominik Lipki. Ab Januar muss Letzterer die künftigen Weichenstellungen allein erledigen, denn Lenz wird seinen Jahresvertrag nicht verlängern.

„Der läuft bis zum 31. Dezember , und den werde ich auch erfüllen“, sagt der 31-Jährige. Aus privaten Gründen muss er kürzer treten, und das hat nicht nur mit seinem laufenden Hausbau zu tun. „Wenn ich etwas mache, dann mit voller Kraft, und dazu bin ich erst einmal nicht in der Lage.“ Er sagt aber auch: „Der FC Iserlohn ist mein Verein, wir werden in Kontakt bleiben, und vielleicht kehrte ich irgendwann in einer anderen Funktion zurück. Der langjährige Mannschaftskapitän hofft, dass sich an der Strategie des Vereins nichts ändert und ist froh, dass Dominik Lipki seinen Vertrag verlängert hat.

Lenz war 2014 aus Wattenscheid nach Iserlohn gekommen und als torgefährlicher Stürmer zur Leitfigur des Westfalenligateams geworden. In der Rückserie der letzten Saison war er noch in Doppelfunktion als Spieler und sportlicher Leiter aktiv, in der laufenden Serie hat er die Schuhe nicht mehr geschnürt.

„Ich bedauere es sehr, dass Lukas diesen Schritt getan hat. Aber wenn seine private Situation diese Arbeit nicht mehr zulässt, dann müssen wir das akzeptieren“, sagt FCI-Chef Jens Breer. Er betont aber auch, dass Lenz nicht aus der Welt sei und hofft, ihn zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in die Vereinsarbeit einbinden zu können. An der Ausrichtung des Vereins und am Bemühen, bevorzugt auf junge Spieler aus der Region zu setzen, wird sich nach Breers Worten nichts ändern.

Die sportliche Leitung liegt künftig ganz bei Dominik Lipki, zu dessen nächsten Personalentscheidungen für die kommende Spielzeit die Vertragsverlängerung mit Trainer Max Borchmann gehören dürfte. „Ich glaube, dass beide Seiten diese Zusammenarbeit gern fortsetzen wollen“, rechnet Lipki mit einer unproblematischen Einigung in nächster Zeit.

Trainer Max Borchmann soll am Hemberg bleiben

Schon in der bisherigen Arbeitsteilung mit Lukas Lenz hatte sich der 31-Jährige, der seit zwei Wochen in Iserlohn wohnt, schwerpunktmäßig um die Kaderplanung gekümmert, und in dieser Hinsicht erwartet er weniger Fluktuation als im letzten Frühjahr. „Wir werden diesmal keine siebzehn neue Leute brauchen.“ Kontinuität gepaart mit punktuellen Verstärkungen sollen den FCI weiter voran bringen.

Dass es in der laufenden Serie nicht zu den geplanten 34 Spielen kommen wird, bedauert Lipki. „Es geht für eine junge Mannschaft auch darum, Erfahrung zu sammeln.“ Eine zentrale Vorgabe war es, in der Rückrunde mehr Punkte als in der Hinrunde zu sammeln, was in dieser Form nicht mehr umsetzbar ist. Aber etliche Erfolgserlebnisse sind nach dem Ende des Lockdowns auf jeden Fall eingeplant. Wann immer es soweit ist.

Quelle: IKZ, Willy Schweer