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FCI im Abschluss nicht zielstrebig genug

Dorsten. Auch das zweite Spiel gegen einen Neuling verloren die Iserlohner, allerdings ärgerte sich Trainer Max Borchmann nach dem Schlusspfiff in Deuten über leichtfertig verschenkte Punkte. Fußball-Westfalenliga: SV RW Deuten – FC Iserlohn 1:0 (1:0). Ein früher Treffer entschied diese Begegnung, denn bereits nach zehn Minuten erzielten die Gastgeber durch Drepper das Tor des Tages. Der Torjäger verwandelte einen von Schaulandt verursachten Foulelfmeter. „Den kann man geben, muss man aber nicht“, befand Borchmann und verwies auf eine ähnliche Situation auf der anderen Seite, als Binyamin am Fuß getroffen wurde und nicht mehr richtig abschließen konnte. Doch da blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

Nichtsdestotrotz lag es nicht am Unparteiischen, dass die Iserlohner zum zweiten Mal in der jungen Saison mit leeren Händen da standen. Von Beginn an waren die Gäste das spielbestimmende Team. „Wir laufen an und laufen an, aber vorne kommt nichts dabei heraus“, vermisste der FCI-Trainer die Zielstrebigkeit in der Offensive: „Das sah alles gut aus, aber jedes Mal spielen wir den Ball quer oder zurück, anstatt abzuschließen.“ So hatten die Iserlohner viel Ballbesitz, ohne zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. Lediglich einmal brannte es lichterloh im gegnerischen Strafraum, als der Aufsteiger gegen Mertens auf der Torlinie klären konnte.

„Am Ende des Tages“, so Borchmann, „hatte Deutens Schlussmann nicht viel zu halten, weil wir nicht konsequent genug waren.“ Mindestens 15 Situationen registrierte der Iserlohner Trainer, in denen seine Mannschaft cleverer hätte agieren müssen, um echte Torgefahr auszustrahlen. Selbst als die Rot-Weißen verletzungsbedingt die Torhüter wechseln mussten, gerieten sie nie in Bedrängnis.

In der Schlussphase setzte der FCI alles auf eine Karte und entblößte die Abwehr. Dadurch ergaben sich für den Aufsteiger einige Konterchancen, die aber ebenfalls nicht gut zu Ende gespielt wurden. „Wir hätten gefühlt bestimmt stundenlang weiterspielen können und das Tor nicht getroffen“, meinte Borchmann abschließend.

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol