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FC Iserlohn zeigt gute Frühform

Iserlohn. Wenn der FC Iserlohn im Juli das erste Heimspiel des Jahres austrägt, dann verdeutlicht allein diese Tatsache, wie hart die Pandemie den Amateurfußball getroffen hat. Die Freude darüber, im Hembergstadion endlich wieder den Ball rollen lassen zu können, merkte man den Akteuren des Westfalenligisten an. Zur Heimpremiere am Samstag ging es gegen Landesligist TuS Langenholthausen und 24 Stunden später zum Oberligisten SG Finnentrop/Bamenohl.

FC Iserlohn – TuS Langenholthausen 5:0 (0:0, 4:0, 1:0). Vor dem Anpfiff einigten sich die Iserlohner mit den Gästen auf eine Spielzeit von dreimal 30 Minuten. Nach einem ersten Drittel, das weitgehend ohne Höhepunkte und ohne Gefahr für das eigene Tor blieb, entschied der FCI den Test binnen drei Minuten.
Erst schlenzte Schneider einen Freistoß aus halbrechter Position flach zur Führung ins kurze Eck (43.), danach erhöhten innerhalb von 45 Sekunden Bröckers per Kopf und Moussaoui nach feinem Bouaich-Zuspiel auf 3:0 (45.). Gegen die sehenswerten Ballstafetten, das hohe Pressing und die schnellen Umschaltaktionen der Iserlohner wirkten die Gäste bisweilen hilflos. Prompt ließ Akhabach nach Doppelpass mit Pirincoglu das 4:0 folgen.

Im letzten Drittel verlor der FCI durch die vielen Spielerwechsel etwas die Struktur. Der für Dreesen eingewechselte Grollmann verhinderte mehrfach eine Ergebniskorrektur, ehe Hunecke den Schlusspunkt setzte (86.). „Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns. Alle Jungs haben einen tollen Job gemacht. Wir haben 5:0 gewonnen, da muss ich mich nicht beschweren“, lobte FCI-Trainer Max Borchmann seine Mannschaft.

FCI: Dreesen (63. Grollmann); Bröckers (61. Faßmann), Wilmanns, Calik (61. Böttcher), Ernst (39. Janetzki), Hunecke (22. Bouaich), Schneider, Pirincoglu, Espinoza (61. Mönig), Akhabach, Moussaoui.

FC Finnentrop/Bamenohl – FC Iserlohn 2:1 (1:1). Mit einem weiterhin dünn besetzten Kader boten die Iserlohner eine vielversprechende Leistung. In der auf 70 Minuten verkürzten Partie setzte der FCI im ersten Durchgang die Akzente und ging früh in Führung. Eine Kombination über rechts vollendete Moussaoui (4.). Keeper Dreesen blieb weitgehend beschäftigungslos.

Fehlerkette verhilft dem Oberligisten zum Ausgleich

Der Ausgleich fiel aus Sicht von FCI-Trainer Max Borchmann aus dem Nichts heraus, weil seine Elf auf der rechten Seite dreimal schlief, ehe der Ball wie beim Flipper kreuz und quer durch den Strafraum sprang und über Umwegen im Tor landete (19.). Auch im zweiten Durchgang war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams hoch verteidigten und hohes Risiko gingen. Kurz vor Schluss gelang Finnentrop nach einem Einwurf und einer schnellen Spielverlagerung der Siegtreffer.

„Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, meinte Borchmann. Trotzdem war er zufrieden mit der Leistung, auch mit der von Leihspieler Christos Galagoussis, der aus der Jugend des TSC Eintracht Dortmund stammt und seit einiger Zeit am Hemberg mittrainiert.

FCI: Dreesen (36. Grollmann); Bröckers, Wilmanns, Calik (36. Pirincoglu), Bouaich (36. Ernst), Janetzki, Schneider, Galagoussis, Moussaoui (36. Espinoza), Konar, Azirar (36. Akhabach).

Text: IKZ, Helmut Muschiol | Foto: IKZ, Dennis Echtermann