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FC Iserlohn setzt Ausrufezeichen

Iserlohn Am Wahltag haben die Schwarzen die Roten wahrlich nicht überall so deklassiert. Doch die diesmal ganz in Schwarz auflaufenden Iserlohner machten bei der Heimspielpremiere dort weiter, wo sie eine Woche zuvor in Schüren aufgehört hatten und zeigten eine starke Leistung. So viel Applaus wie die neue Mannschaft in dieser Partie erntete manches frühere FCI- Team nicht in einer ganzen Saison. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – FC Lennestadt 6:0 (4:0). Es ist schon erstaunlich, wie schnell dieses völlig neu formierte Ensemble zusammengefunden hat. „Wir haben deshalb ja auch so früh mit der Vorbereitung begonnen“, meinte Trainer Max Borchmann schmunzelnd. Er konnte sehr zufrieden sein mit seinen Schützlingen, vor allem mit deren Vorstellung in der ersten Hälfte. Engagiert in den Zweikämpfen, enorm lauf- und spielfreudig, kauften die Hausherren den Lennestädtern den Schneid ab. Sie waren einfach zu schnell für diesen Gegner, mit dem sie phasenweise Katz und Maus spielten, was das Hemberg-Publikum nach entbehrungsreicher Zeit gern honorierte.

Doppelschlag vor der Pause ist die frühe Entscheidung

Im Mittelfeld sorgten Ralf Schneider und Kevin Meckel für Stabilität, und Ben Binyamin sowie Lukas Mertens stellten die gegnerische Abwehr wiederholt für unlösbare Probleme. Schnelles Umschalten nach Ballgewinn war der Wegbereiter zu den beiden ersten Toren. Der FCI dominierte in der Anfangsphase führte vollkommen verdient, ließ dann aber ein wenig die Zügel schleifen und die Gäste ernsthaft am Spiel teilnehmen. Und die kamen sogar zu einer richtig guten Chance durch Friedrichs (31.). Da musste Daniel Dreesen auf der Hut sein, der ansonsten vornehmlich durch Rückpässe seiner Kollegen in Bewegung gehalten wurde.

Ehe Lennestadt aber noch forscher werden konnte, fiel die Entscheidung. Binyamins sehenswerte Einzelaktion zum 3:0, dann Schneiders überlegter Abschluss allein vor dem Tor: Innerhalb von zwei Minuten machte Iserlohn alles klar und raubte dem Gegner jegliche Zuversicht für den zweiten Durchgang. Der war gerade fünf Minuten alt, als Mertens, von Hauser gekonnt eingesetzt, Tor Nummer fünf folgen ließ.

Danach nahmen die Platzherren ein wenig den Fuß vom Gas. Jetzt wollten sie zaubern und den Ball ins Tor tragen, wofür Lennestadt nur dankbar sein konnte. Denn ansonsten wäre die Abfuhr noch krasser ausgefallen. Doch das Spiel lief natürlich weiter nur in eine Richtung, aber im Bemühen um Schadensbegrenzung hatten die Gäste letztlich einigermaßen Erfolg. Binyamins dritten Treffer konnten sie aber nicht verhindern, und das war der Schlusspunkt unter einen sehenswerten Auftritt des neuen FCI.

FCI: Dreesen; Bröckers, Turan, Hunecke (68. Grzelka), Meckel, Hauser (74. Wilke), Schneider (53. Akhabach), Schaulandt, Binyamin, Bengsch (61. Selmanaj), Mertens. FCL: Schulte; St. Hebbeker, Klur, Völlmicke, Schmidt, Eickelmann, Pfaffenrot (71. Dobbener), Gouranis (83. Goedde), Atwi, Friedrichs, Hammerschmidt (71. Haase). Tore: 1:0 (11.) Mertens, 2:0 (19.) Binyamin, 3:0 (41.) Binyamin, 4:0 (43.) Schneider, 5:0 (50.) Mertens, 6:0 (84.) Binyamin.

Zuschauer: 290.

Max Borchmann (Trainer FCI): „Das war ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben tiefer verteidigt und schnell umgeschaltet. Nach dem 2:0 hatten wir eine schlechte und Lennestadt seine beste Phase. Aber da machen wir das 3:0, und das war der Genickbruch für Lennestadt. Nach der Pause hätten wir noch das eine oder andere Tor mehr schießen können.“

Quelle: IKZ, Willy Schweer