1. Mannschaft

Eigentor hilft FCI auf die Sprünge

Iserlohn. Großes Aufatmen am Hemberg! Denn die Iserlohner kamen nach schwacher erster Hälfte und 0:2-Rückstand zurück und fuhren gegen nachlassende Neheimer einen enorm wichtigen Sieg ein, der das Polster zum ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte vergrößert. Und nur das zählt in dieser Phase, die streckenweise dürftige Darbietung hakte man schnell ab. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – SC Neheim 3:2 (1:2).

Sommerfußball verbietet sich ja trotz hoher Temperaturen, wenn so viel auf dem Spiel steht wie für den FCI. Doch der bekam zunächst gar nichts auf die Reihe, wirkte wie schon gegen Lünen gehemmt und agierte bedenklich fehlerhaft. Schlechtes Stellungsspiel und mangelnde Abstimmung in der Defensive gewährten Neheims Offensive viel Raum, und das eigene Spiel nach vorn litt unter mangelndem Tempo und Ideenlosigkeit. Mehr als weite Schläge auf Nweke oder Lenz fielen den Iserlohnern nicht ein. In den ersten 20 Minuten brachten sie keinen Torschuss zustande, aber dann hätte es zwingend 1:0 stehen müssen.

Sarisoys Elfmetertreffer ist am Ende drei Punkte wert

Der erste wirklich gute Angriff, Gülbeyaz bediente Kingsley Nweke, der aus fünf Metern über das Tor schoss (22.). Neheims Greis muss dabei ganz genau hingeschaut haben, denn er wiederholte dieses Kunststück knapp zehn Minuten später auf der Gegenseite.

In der Endphase der ersten Hälfte häuften sich die Patzer in der Defensive. Ein Missverständnis zwischen Wilmanns und Müsse brachte Seber in Position, der im Strafraum gefoult wurde. Den Elfmeter verwandelte Meyer. Und es kam noch schlimmer für die Iserlohner, denn M. Yavuzaslan traf mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel zum 0:2. Doch dann halfen ihnen die Gäste unmittelbar vor der Pause auf die Sprünge. Müsses scharfen Flankenball köpfte Albayrak ins eigene Tor.

Ein Geschenk als dringend nötige Motivationsspritze für den zweiten Durchgang. Und der begann prächtig für die Hausherren, als der eingewechselte Philipp Herder im Nachsetzen das 2:2 markierte. Mit ihm kam mehr Stabilität in die Defensive, und das Spiel nach vorn wurde nach der Umstellung auf ein 4-2-3-1-System gefährlicher. Allerdings erst mit Verzögerung.

Denn das Tor beflügelte das Iserlohner Spiel keineswegs. Neheim wurde wieder stärker und hatte die Führung vor Augen, aber Meyer köpfte aus zwei Metern an den Pfosten. Als Deppe jedoch bei einem energischen Vorstoß im Strafraum gelegt wurde, zeigte der Unparteiische wieder auf den Punkt. Serafettin Sarisoy behielt die Nerven – 3:2. Danach zeigte der FCI eine tadellose kämpferische Leistung und verteidigte den Vorsprung. Aber Neheim verzichtete auch auf ein echtes Aufbäumen gegen die drohende Niederlage.

Quelle: IKZ