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Aus Dominanz zu wenig gemacht

Iserlohn Nach einer Reihe sehr ansehnlicher und vielversprechender Tests gestattete sich der FCI am Samstagabend einen Auftritt mit mehr Schatten als Licht. „Das war schon ziemlich durchwachsen“, meinte Trainer Max Borchmann nach dem Remis gegen den Landesligisten aus Dortmund. Fußball-Testspiel: FC Iserlohn – Hombrucher SV 2:2 (1:1).

Wirklich überraschend ist es ja nicht, dass bei einer Mannschaft nicht auf Anhieb alles rund läuft, in der nur drei Akteure in der Startformation stehen, die auch schon in der letzten Saison am Hemberg aktiv waren. Aber deshalb muss man noch lange nicht nach ein paar Sekunden ins Hintertreffen geraten. Iserlohns Abwehr war beim ersten Hombrucher Angriff gar nicht auf der Höhe, so dass sich die Diskussion darüber, ob dem Treffer nicht doch eine Abseitsposition vorausging, eigentlich erübrigt. Die Hintermannschaft ließ auch in der Folgezeit einige Unsicherheiten erkennen, von denen sich der junge Keeper Felix Hacker nicht ausnehmen konnte.

Erster Angriff der Gäste führt gleich zum Tor

Im Spiel nach vorn war das Bemühen erkennbar, doch es fehlte die Präzision und oft genug auch die richtige Idee, um die gegnerische Abwehr auszuhebeln. Sebastian Schmerbecks Distanzschüsse sorgten im ersten Durchgang noch für die größte Gefahr. „Vor allem bei den zweiten Bällen haben wir oft schlecht ausgesehen, das muss besser werden“, monierte Borchmann. Direkt vor der Pause gelang aber dann doch der Ausgleich, als Duran Turan einen weit geschlagenen Ball maßgerecht verlängerte.

Die erste Halbzeit durfte insgesamt als ausgeglichen gewertet werden, die zweite ging klar an die Iserlohner. Sie spielten nun flott nach vorn, erarbeiteten sich viele gute Abschlusspositionen, doch ein echter Torjäger stand nicht auf dem Platz. Pass zum besser postierten Mitspieler oder doch der konsequente Abschluss? Zu oft wurde die falsche Entscheidung getroffen und damit die Chance vertan.

Schön anzusehen war aber Ben Binyamins 2:1 (51.) nach entschlossenem Vorstoß und präzisem Flachschuss. Jan Bröckers Klärungsversuch im Strafraum bescherte Hombruch per Strafstoß zwar noch das 2:2 (78.), aber unter dem Strich war der FCI dem Sieg deutlich näher. Er besaß etliche vielversprechende Möglichkeiten, neben Anas Akhabachs Flugkopfball auch einige gute Freistoßgelegenheiten, so dass Max Borchmanns abschließendes Fazit gewiss zutraf. „Solche Spiele muss man eigentlich gewinnen.“

FC Iserlohn: Hacker; Calik, Wurst, Turan, Selmanaj, Schneider, Meckel, Schmerbeck, Hodza, Dane, Binyamin, Akhabach, Bröckers, Bengsch, Grzelka.

Quelle: IKZ, Willy Schweer