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1. Mannschaft (269)

Iserlohn. Nach dem Hinrunden-Spektakel mit neun Treffern nun also die Nullnummer im zweiten Aufeinandertreffen. Ganz am Ende hätten es die Iserlohner mit ihrem Faible für die Last-Minute-Treffer noch richten können, so aber warten sie weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres. Dass jetzt zwei Auswärtsspiele (in Erndtebrück und Holzwickede) folgen, ist also gar keine so schlechte Perspektive für den Tabellenzweiten. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - TuS Hordel 0:0. Die Hembergpremiere dieses Jahres leitete der FC mit einer ungewohnt matten ersten Hälfte ein. Die Spieler wirkten, als seien sie kollektiv von Frühjahrsmüdigkeit befallen. Wenig Tempo, viele verlorene Zweikämpfe, mangelhafter Spielaufbau und nicht ein erfolgversprechender Abschluss in 45 Minuten: Das war dürftig! Hordel startete forsch, setzte sich gleich in der Iserlohner Hälfte fest, doch wenn es brenzlig zu werden drohte, war die Verteidigung zur Stelle. Dass zumindest die Null bis zur Pause stand, war somit das einzig Positive aus Iserlohner Sicht.

Gäste vor der Pause die klar bessere Mannschaft 

Verhindern können hätte es am ehesten Hordels Krasniqi, der mit einem freistehend angesetzten, aber schlecht gezielten Kopfball die beste Möglichkeit der überlegenen Gäste besaß. Der FC kam nur einmal in die Nähe einer Torchance, als sich Lukas Lenz den Ball erkämpft hatte und den ideal postierten Raphael Gräßer bediente. Der durfte zwischen Abschluss und Querpass entscheiden, wählte aber die Rückgabe auf den TuS-Keeper. 

Eines war damit klar: Es konnte nach dem Wechsel nur besser werden. Lenz und Gräßer verpassten nur knapp den Torschuss, dann setzte Öztürk die Kugel über die Latte - schon nach wenigen Minuten hatte der FC mehr gute Szenen verbucht als in der gesamten ersten Hälfte. Die Mannschaft war nun deutlich aktiver, brachte die Gästeabwehr wiederholt in Verlegenheit, aber sie gestattete sich bei allem Bemühen um erfolgreiche Offensivaktionen etliche Leichtsinnsfehler in der Abwehr. 

Hordel konnte sie nicht nutzen, was nicht zuletzt am starken Daniel Dreesen im Tor lag. Nach einer Stunde hatten die FC-Fans dann den Torschrei schon auf den Lippen, als Kingsley Nweke nach einem Konter seinen Gegenspielern davonlief, jedoch Lukas Lenz in Szene setzen wollte, anstatt selbst abzuschließen. Eine Riesenchance! Es folgten Max Wageners Kopfball (68.), der nur ganz knapp das Ziel verfehlte, und noch eine Chance für Lenz, der besser selbst geschossen hätte anstatt Nweke zu suchen.

Der FC mühte sich bis zuletzt, auch forciert durch eingewechselte Offensivkräfte, um das goldene Tor, und in der Schlussminute wäre es fast so weit gewesen. Nach einem Eckstoß kam Lukas Lenz zwei Meter vor der Linie an den Ball, doch zwei Hordeler warfen sich erfolgreich in seinen Schuss und verteidigten den Punkt.

 

Iserlohn. „Solch eine wilde Nummer wie im Hinspiel brauche ich nicht nochmal“, gibt Christian Hampel vor der Partie seines FC Iserlohn gegen den Tabellenvierten Hordel zu. Allerdings mit einem kleinen Zusatz: „Außer sie hat das gleiche positive Ende.“ 

Wanne-Eickel. Fußball-Westfalenligist FC Iserlohn hat sich mit einem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg bei den hoch gehandelten Wannern endgültig auf dem zweiten Platz festgesetzt und nun schon sechs Punkte Vorsprung vor dem Dritten aus Brünninghausen.

Fußball-Westfalenliga: DSC Wanne-Eickel - FC Iserlohn 0:3 (0:1). In der ersten halben Stunde brachten die Gäste eine überzeugende Vorstellung auf den schwierig zu bespielenden Rasen in der Mondpalast-Arena. „Das war nichts für Filigrantechniker“, bekannte FCI-Coach Christian Hampel. Doch sein Team arrangierte sich schnell mit den Bedingungen und spielte konsequent nach vorne. Hatte DSC-Keeper Johns noch gegen Nweke klären können (16.), war die Gästeführung zwei Minuten später perfekt. Endpunkt eines schönen Angriffs war Defensivakteur Lötters, der den Ball, sehr zur Überraschung seines Coaches, gefühlvoll ins lange Eck hob.

Nach dem starken Auftakt vermisste Hampel in den letzten 15 Minuten vor der Pause weiteres Engagement seiner Elf. „Da haben wir nicht mehr gegen den Ball gearbeitet und uns zu sehr zurückgezogen.“ Doch seine Pausenkritik fruchtete, und so ging es nach dem Seitenwechsel wieder mit Volldampf weiter. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff besaß Lenz eine gute Chance, die Führung auszubauen. Wannes einzige Möglichkeit in Durchgang zwei vereitelte Dreesen mit entschlossenem Eingreifen gegen Rios-Pfannenschmidt (55.). Danach waren aber wieder die Iserlohner an der Reihe, die mit ihren Kontern überzeugten.

Einen davon trugen Nweke und Lenz vor. Letzterer hämmerte das Leder schließlich nach genau einer Stunde zum 0:2 in den Kasten. Das war bereits die Vorentscheidung, zumal sich die Waldstädter diesmal nach dem Torerfolg keine Auszeit gönnten und weiter zielstrebig ihre Chance suchten. Erneut Lenz und Nweke machten sich nach 78 Minuten auf den Weg zum gegnerischen Tor. Diesmal fungierte Nweke als Vollstrecker, der in der Pause noch vom Trainer kritisiert worden, weil er zu wenig Tempo in seinen Aktionen zeigte. Das änderte sich nach dem Wechsel schlagartig, und der dritte Treffer war der verdiente Lohn für eine durchweg überzeugende Leistung des FCI.

 

Nachdem Ligaalltag steht bei den Iserlohnern nun der Krombacher Pokal vor der Tür.

Olpe. Die 2:6-Heimpleite gegen Olpe am sechsten Spieltag war für den FC Iserlohn der Wendepunkt einer bis dahin total verkorksten Saison. Es folgte eine imposante Erfolgsserie und letztlich der Sprung auf Platz zwei, den die Waldstädter am Samstagabend in Olpe durch eine gelungene Revanche verteidigten. 

Iserlohn. Das Duell in der Hinrunde markierte einen Tiefpunkt für den FC Iserlohn. 2:6 hieß es im September am Hemberg gegen die Spielvereinigung Olpe, doch danach schwang sich die Mannschaft zu einem bemerkenswerten Höhenflug auf. „Aber der Gegner hat sich auch gut weiterentwickelt,“ lobt Trainer Christian Hampel die auf Rang sechs gekletterten Gastgeber.

Die empfangen die Iserlohner bereits heute auf dem Kunstrasen des Kreuzbergstadions (dem Hauptplatz fehlt das Flutlicht), und gehen mit der Empfehlung ins Spiel, nach der Winterpause noch nicht verloren zu haben. „Beide Mannschaft wollen Fußball spielen, so dass ich ein gutes und sehr offenes Spiel erwarte“, sagt Hampel, der mit seinen Spielern die schwache erste Hälfte der Partie gegen Herne gründlich aufgearbeitet hat. „Wir müssen von der ersten Minute an sehr präsent sein, sonst wird das nichts.“ Wie am Sonntag ist die personelle Situation des FC angespannt, denn von den fehlenden Stammkräften kehrt nur Pierre Szymaniak zurück.

Er ist aber noch nicht ganz fit, erst zum Nachholspiel in Wanne am Ostermontag ist mit ihm ebenso wie mit Kingsley Nweke zu rechnen. Hampel: „Die Bank ist zwar gefüllt, aber einige Jungs haben noch großen Rückstand. Das macht sich bemerkbar“. Dennoch will der FC Rang zwei verteidigen und Revanche für die Hinrundenpleite nehmen. 

Torhüter Dennis Kluy wird auch in der kommenden Saison für den FCI spielen. 

SpVg. Olpe - FC Iserlohn Sa., 18.30 Uhr, Kreuzbergstadion FC-Kader: Dreesen, Kluy; Deppe, Wagener, Lötters, Ernst, Weusthof, Borchmann, Leclaire, Gräßer, Yildirim, Lenz, Schwan, Gülbeyaz, Schattling, Szymaniak, Öztürk. - Nicht dabei: Herder, Nweke, Knoll, Kozlowski, Saygin (alle verletzt). - Fraglich: Marks (angeschlagen).

Letzte FC-Resultate: 2:2 (H) Herne, 2:3 (H) Brünninghausen, 2:0 (A) Wickede. - Hinrunde: 6:2 für Olpe. Auswärtsbilanz FC (S/U/N): 5/2/1 - Heimbilanz Olpe: 4/3/3.

 

Auch am Freitagabend können wir eine weitere Vertragsverlängerung vermelden.

Iserlohn. Zur Anstoßzeit wurde im Willi-Vieler-Stadion noch geflickt. Der Schiedsrichter bemängelte den maroden Kunstrasen im Torraum, und erst nach dem Anbringen von Spezialklebeband erklärte er sich bereit, überhaupt anzupfeifen. Und lange sah es so aus, als habe er den Iserlohnern damit keinen Gefallen getan, denn die steuerten auf die nächste Heimniederlage zu. Bis Lukas Lenz seinen Auftritt hatte.

Nach einem späten Ausgleich gegen den Absteiger Westfalia Herne und einem Jubel in letzter Sekunde, vermelden wir am späten Sonntagabend noch zwei weitere Vertragsverlängerungen.

Iserlohn. Von planmäßigem Wochenendablauf kann bei den Westfalenliga-Fußballern des FC Iserlohn derzeit keine Rede sein. Das erste Heimspiel nach der Winterpause musste wegen der Sperrung des Hemberg-Rasens in Oestrich ausgetragen werden, es folgte die Spielabsage in Wanne-Eickel, und jetzt gibt es auch im zweiten Heimspiel keinen echten Heimvorteil.

Der Rasen wurde am Freitag erneut für unbespielbar erklärt, so dass wieder im Willi-Vieler-Stadion gekickt wird. Dort ist das Klubheim allerdings belegt, so dass die übliche Versorgung der Zuschauer nicht gewährleistet ist. 

Trainer Christian Hampel ärgert sich zwar über die Begleitumstände vor der Partie gegen Westfalia Herne, will aber keinerlei Ablenkung vom Wesentlichen zulassen. „Auf einen solchen Gegner freut man sich doch immer“, verweist er auf die ruhmreiche Vergangenheit der Westfalia, die sich aber mit neun Punkten Rückstand zum FC im Ligamittelmaß eingefunden hat. Hampel warnt jedoch davor, den Gegner am Tabellenstand zu messen. „Die haben zuletzt gegen Hordel stark gespielt, sich in der Winterpause verstärkt und wollen es noch einmal wissen“.

Er verweist auf die hohe individuelle Klasse beim Traditionsklub, und der wollte man eigentlich durch betont schnelles Spiel begegnen. Doch dazu fehlt mit Kingsley Nweke eine wichtige Größe in der Offensive, denn der zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu. Die personellen Probleme der Iserlohner reißen also nicht ab, auch wenn sich die Situation in der Abwehr in dieser Woche wieder gebessert hat. FC Iserlohn - Westfalia Herne So., 15 Uhr, Willi-Vieler-Stadion FC-Kader: Dreesen Kluy; Deppe, Lötters, Weusthof, Wagener, Ernst, Yildirim, Öztürk, Gräßer, Schwan, Marks, Leclaire, Schattling, Lenz. - Nicht dabei: Herder, Szymaniak, Nweke, Knoll, Kozlowski, Saygin (alle verletzt). - Fraglich: Borchmann (angeschlagen).Letzte FC-Resultate: 2:3 (H) Brünninghausen, 2:0 (A) Wickede, 1:0 (A) Kemminghausen (Test) - Hinrunde: 3:1 für Herne. Heimbilanz FC (S/U/N):5/2/3 - Auswärtsbilanz Herne: 1/4/4.