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Viel Lob für leidenschaftlichen Kampf TOP NEWS

Iserlohn. Der Applaus des Publikums galt dem Verlierer. Der FC Iserlohn verabschiedete sich mit einer eindrucksvollen Leistung aus dem Pokal und hätte die drei Klassen höher spielenden Sportfreunde Lotte mit etwas Glück sogar in die Verlängerung gezwungen.

Westfalenpokal-Viertelfinale: FC Iserlohn - SF Lotte 2:3 (1:2). Nach eher trostlosen Kulissen im Meisterschaftsalltag war die verkleinerte Tribüne am Samstag rappelvoll, und für Stimmung sorgten natürlich die Anhänger des Drittligisten. Die haben Übung darin, aber auf der Gegenseite feuerte gelegentlich eine Gruppe Iserlohner Nachwuchsfußballerinnen das Team an. Kangaroos-Maskottchen „Jumpy“ hatte sich ein FC-Trikot übergestreift und sorgte für gute Laune, die aber schon kurz nach Spielbeginn einen Dämpfer erhielt. Lottes Brock traf mit einem Sonntagsschuss aus gut 20 Metern genau in den Winkel - nach nur drei Minuten. Das Konzept des Außenseiters war somit schon durchkreuzt, doch der zeigte sich erstaunlicherweise keineswegs irritiert und legte gleich den Vorwärtsgang ein.

 

Starke Reaktion des FC nach dem frühen Gegentreffer

Die achte Minute: Flanke Nweke, Lenz profitiert von der Rutschpartie seines Gegenspielers und zieht ab. Keeper Buchholz kann zwar parieren, doch im Nachsetzen markiert Yannik Marks das 1:1. Aber auch in diesem Falle währte die Freude nicht lange: Im Zweikampf mit Kevin Meckel ging Tankulic zu Boden - Strafstoß: Den verwandelte der Gefoulte selbst, Daniel Dressen war machtlos (17.). Sollte die Partie mit Verzögerung also doch noch den erwarteten Verlauf nehmen? Mitnichten! Natürlich hatte der Drittligist viel mehr Ballbesitz, doch die dicht gestaffelte Iserlohner Defensive mit einem starken Sebastian Lötters ließ kaum einen Abschluss zu. Und immer wieder setzte der FC mit schnellen Vorstößen Nadelstiche, doch weder Nweke (24.) noch Sarisoy (30.) bekamen in idealer Position genug Druck hinter den Ball.

 

So musste die beste Ausgleichschance bis kurz vor dem Pausenpfiff warten, als Kingsley Nwekes Flankenball zum Torschuss wurde und am Pfosten des Lotter Gehäuses landete. „Ein 2:2 wäre absolut verdient gewesen. Klasse, wie die Mannschaft sich hier präsentiert“, meinte FC-Beiratschef Wolfgang Kirchhoff in der Halbzeitpause.

 

Yannik Marks macht es am Ende noch einmal spannend

Nach dem Wechsel ließen die Gäste solche Möglichkeiten lange Zeit nicht zu. Sie waren auf Sicherheit bedacht, verzeichneten aber gleich zu Beginn Tankulics Pfostenschuss. Die Iserlohner mussten sich auf dem tiefen Rasen ihre Kräfte einteilen, so dass die Partie längst nicht mehr so schwungvoll verlief. Sie schien trotz des leidenschaftlichen Kampfes des Außenseiters entschieden zu sein, als Rosinger an die Latte köpfte und den Abpraller verwandelte (1:3, 78.). Dass der FC danach nicht aufsteckte, sondern eine Schlussoffensive startete, war bemerkenswert. Die 83. Minute: Der durchstartende Lukas Lenz wird kurz vor dem Strafraum gelegt, was man auch als Notbremse hätte werten können. Yannik Marks’ Freistoß brachte nichts ein, doch sein letztes Wort war das nicht, denn zwei Minuten später donnerte er die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte!

 

 

Es ging turbulent weiter. Dreesen verhinderte mit einer tollen Parade gegen Dej das 2:4, und in der Nachspielzeit forderte der FC nach Yildirims Schuss vehement einen Handelfmeter. Ein Video-Schiedsrichter hätte ihn vielleicht gegeben, so aber blieb dem FC ein noch größerer Coup versagt.

 

 

Quelle: IKZ