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IKZ: Kein Ende der Misere des FC Iserlohn in Sicht Foto: Dennis Echtermann

IKZ: Kein Ende der Misere des FC Iserlohn in Sicht TOP NEWS

Iserlohn. Am Hemberg macht sich nach dieser Pleite Ratlosigkeit breit. Wie soll der FC vom Tabellenende weg kommen, wenn er sich weiterhin eine derart haarsträubende Abschlussschwäche in Kombination mit fatalen Abwehrfehlern leistet? Das Selbstvertrauen ist komplett dahin, die Mannschaft derzeit ein Schatten ihrer selbst. Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - YEG Hassel 0:3 (0:1).

 

Schon die ersten Minuten boten genügend Stoff, um Fußball-Weisheiten zu bemühen. Stets unter dem Motto „wenn man unten steht . . .“ Fünf Minuten waren gespielt, als Kingsley Nweke Torjäger Lukas Lenz sehenswert in Szene setzte, doch der zögerte mit dem Abschluss so lange, bis der Winkel zu spitz war. Das musste eigentlich die Führung sein, und stattdessen klingelte es postwendend auf der anderen Seite. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, danach schwaches Zweikampfverhalten, und die Gelsenkirchener durften jubeln. Die FC-Innenverteidigung mit Lötters und Neuzugang Willmanns sah nicht gut aus. Die Gäste störten früh, schlugen ein flottes Tempo an, ließen sich mit weiteren guten Möglichkeiten aber bis kurz vor der Pause Zeit. Da stand dem FC das Glück zur Seite. Bis dahin hatte er sich redlich um den Ausgleich bemüht, doch er spielte zu umständlich, zu ideenlos und oft auch zu langsam. Und wenn es einmal flott zur Sache ging, machte ein unpräziser Pass den gescheiten Abschluss unmöglich. Gute Gelegenheiten gab es aber genug, und ausgerechnet Lenz, normalerweise der Torschütze vom Dienst, vergab die besten. Dass er in der letzten Woche gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war, mag eine Entschuldigung sein.

 

Lukas Lenz eröffnete auch den zweiten Durchgang mit einem Fehlschuss, während Hassels Ersoy Keeper Dreesen zu einer Glanzparade zwang. Dann wieder Lenz: Gekonnt spielte er sich durch die Abwehrreihe, hatte freie Bahn - und schoss vorbei (66.). Unglaublich! Sieben Minuten später schien dann alles gelaufen zu sein, als Dimitrov etwas ungestüm Gülgün im Strafraum zu Fall brachte, Özkaya mit dem Elfmeter aber am glänzend reagierenden Dreesen scheiterte.

 

Keeper Daniel Dreesen glänzt erneut als Elfmetertöter

 

Der FC blieb also noch im Spiel, schien aber bereits den Glauben verloren zu haben, dass in diesem Spiel der Knoten noch platzen sollte. Es wurde hektisch, immer unpräziser und damit harmloser. Natürlich musste die Mannschaft das Risiko erhöhen, aber es waren immer noch genügend Spieler im und am eigenen Strafraum versammelt, um Özkaya am 0:2 zu hindern. Doch die griffen nicht entschlossen ein, und damit war die vierte Niederlage im fünften Spiel besiegelt. Dass sich die Iserlohner in der Nachspielzeit auch noch einen dritten Gegentreffer einhandelten, passte ins Bild. In dieser Form muss sich die Mannschaft tatsächlich auf Abstiegskampf einstellen.

 

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer

zuletzt bearbeitet am Dienstag, 12 September 2017 21:22