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Gnadenlos effektive Olper machen Fehlstart des FC perfekt Foto: Dennis Echtermann

Gnadenlos effektive Olper machen Fehlstart des FC perfekt TOP NEWS

Iserlohn. Noch Minuten nach dem Abpfiff saß Christian Hampel auf der Trainerbank und bemühte sich, das gerade Erlebte zu verdauen. Seine Mannschaft hatte nach einer Serie ausgelassener Großchancen in der 70. Minute das Führungstor gegen bis dahin unauffällige Olper erzielt und dann noch fünf Gegentreffer kassiert. Ratlosigkeit machte sich auf der Hemberg-Baustelle breit, nach zwei Spieltagen steht der FC am Tabellenende.

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - SpVg. Olpe 2:5 (0:0). Eine gnadenlos effektive Spielvereinigung konnte ihr Glück kaum fassen, denn dieses Resultat passte so gar nicht zum Spielverlauf. Aber wenn sich beim Gegner zu Unvermögen und Pech im Abschluss noch eklatante Abwehrfehler gesellen, dann ist die Überraschung nicht mehr ganz so groß. Auch wenn man es kaum für möglich hält: Aber diese Partie hätte der FC im ersten Durchgang für sich entscheiden können. In den ersten 20 Minuten gingen vier Großchancen auf das Konto der Topangreifer Lukas Lenz und Kingsley Nweke, doch der Ball wollte nicht ins Tor.

 

So wie bei ihnen einige Zentimeter fehlten, so mangelte es dem Spiel der überlegenen Hausherren generell an Präzision. Weil die Führung ausblieb, wurden ihre Aktionen zunehmend hektischer, und das Niveau der Partie sank. Olpe brauchte 44 Minuten bis zum ersten echten Torschuss, und auf der Gegenseite verpassten noch einmal Lenz und Nweke kurz vor dem Pausenpfiff die Führung.

 

Das wiederholte sich sieben Minuten nach Wiederbeginn, und dem Selbstvertrauen der Iserlohner taten solche Fehlschüsse wahrlich nicht gut. Olpe verlangte vom Debütanten Martin Klima im FC-Tor fortan zwar etwas häufiger einen Arbeitsnachweis, doch die Gastgeber bestimmten weiterhin die Szenerie. Nur ließ sich wegen der immensen Fehlpassquote kein Angriffsdruck aufbauen. Aber das ersehnte Tor fiel doch noch: Gülbeyaz zu Lenz, der leitete gekonnt auf Nweke weiter - 1:0.

 

Verletzungspech hält an: Schlüsselbeinbruch bei Deppe

Doch ehe diese Führung Sicherheit in die Iserlohner Aktionen bringen konnte, war sie schon wieder dahin. Der eingewechselte Alfes drehte den Spieß um, weil die FC-Deckung schlecht gestaffelt war und nicht entschlossen genug attackierte. Es spricht für die Moral der Hampel-Schützlinge, dass sie sich von diesem Tiefschlag nicht entmutigen ließ und weiter nach vorn spielte. Und wer anders als Lukas Lenz hätte die Mannschaft wieder in die Spur bringen können? Mit einem sehenswerten Rückzieher glich er nach 82 Minuten aus, und mit dem Ergebnis hätten die Iserlohner am Ende wohl leben können.

 

 

Doch ihre mangelnde Cleverness im Abwehrverhalten wurde gnadenlos bestraft, solche Freiräume darf man in dieser Liga einem Gegner einfach nicht gewähren. Und zur bitteren Pleite gesellt sich das obligatorische Verletzungspech. Dominik Deppe stürzte gegen Ende des ersten Durchgangs unglücklich auf die Schulter und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Schlechter hätte diese Saison für den FC kaum beginnen können.

 


Quelle: IKZ, Willy Schweer