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Das ungewohnte Gefühl der Vollzähligkeit TOP NEWS

Iserlohn. Für Christian Hampel, den Trainer des FC Iserlohn, war es ein seltener Anblick, der ihn in eine fast euphorische Stimmung versetzte. Denn beim Trainingsauftakt des Westfalenligisten konnten sich am Sonntag sämtliche Kaderspieler an den Übungen beteiligen. „So etwas kenne ich ja schon gar nicht mehr, aber es hebt die Trainingsqualität wirklich enorm. Denn Konkurrenzkampf ist durch nichts zu ersetzen.“

Selbst Sebastian Kozlowski wirkte eifrig mit. Er hatte sich in der Endphase der letzten Saison einen Kahnbeinbruch zugezogen, der erst viel später diagnostiziert wurde. Aber mit einem strammen Tapeverband war er auf dem Hemberg-Kunstrasen dabei. Neben Hampel und Co-Trainer André Juchum gab ein neuer Mann die Kommandos: Marco Nagel (41), zuletzt beim Kreisligisten SF Brackel, wurde als weiterer Co-Trainer verpflichtet.

 

Hampels Augenmerk gilt der Stabilisierung der Defensive

Hampels Intention: „Wir wollen verstärkt in kleinen Gruppen arbeiten, und das geht so effektiver, als wenn sich einer ausschließlich um die Torhüter kümmert“. Das tat bisher Detlef Luchtenveld, der ausgeschieden ist. Ein besonderes Augenmerk will der Trainer in der Vorbereitung auf die Defensive legen. Dabei baut er auf die Rückkehrer Dean Müsse, Sebastian Lötters oder Sascha Ernst, die monatelang fehlten. Jetzt sind sie fit und eröffnen dem Coach viele zusätzliche Optionen.

 

Er streicht die Flexibilität der Mannschaft heraus. „Wir haben Innenverteidiger, die auch auf der Sechser-Position spielen können, und wir werden immer wieder Systemwechsel vornehmen.“ Als großes Plus sieht er den ausgezeichneten Teamgeist an sowie die Tatsache, dass der FC über eine seit langem eingespielte Formation verfügt.

 

Am Transfermarkt gab es kaum Aktivität, lediglich Rückkehrer Sergen Gülbeyaz, der die Offensive verstärken soll, gesellt sich zu den aufgerückten Eigengewächsen Martin Klima und Robin Mehnert. In den nächsten Wochen werden auch die A-Jugendlichen Eugen Melikhov, Valentin Wilke und Gian-Luca Grahl den Kader ergänzen und bei einigen Tests zum Zuge kommen. „Wir haben sie hochgeschrieben, und sie sollen ihre Chance bekommen“, sagt Hampel. Der FC sondiert weiter den Markt und will zuschlagen, wenn sich eine echte Verstärkung anbietet. „Aber es muss passen, ansonsten setze ich auf die Jugend,“ versichert der Coach.

 

Trainiert wird in dieser Woche u. a. im Leichtathletikstadion, in der nächsten Woche soll der Rasen am Nordhang wieder für das Training zur Verfpügung stehen. Wenn der neue Kunstrasen in Oestrich genutzt werden kann, erwartet Hampel deutlich bessere Trainingsbedingungen. Und hofft auch dadurch auf ein Ende der Verletzungsmisere.

 

 

Mit dem Spiel gegen Westfalia Huckarde im Rahmen des Kronen-Cups in Dortmund startet der FC am nächsten Montag in die Testspielserie. Es folgen u. a. die Teilnahme am FIN-Cup sowie am 6. August das Spiel gegen den SV Lippstadt.

 

Quelle: IKZ