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Iserlohn im Abschluss ohne Glück Foto: Dennis Echtermann

Iserlohn im Abschluss ohne Glück TOP NEWS

Iserlohn. Für Iserlohns Trainer Christian Hampel war die Partie ein Spiegelbild der letzten Spiele. Trotz einer guter Leistung und etlicher Chancen reichte es auch gegen die abstiegsbedrohten Bochumer nicht zu einem Sieg. Die Iserlohner gehen jetzt punktgleich mit Hordel und Sinsen in das Saisonfinale um Platz drei.

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn – Concordia Wiemelhausen 1:1 (0:0). Die Gäste rührten wie von Hampel erwartet von Beginn an Beton an, verteidigten mit einer Fünfer-Kette und nahmen Lenz und Nweke konsequent in Manndeckung. Dabei gingen sie oft an die Grenzen des Erlaubten. Immer wieder rannten die Iserlohner ergebnislos gegen das kompakte Bollwerk an. Die tief stehenden Bochumer lauerten auf Konter und hätten sogar nach einem zu kurz abgewehrten Eckball in Führung gehen können, doch den abgefälschten Gewaltschuss klärte Sarisoy spektakulär mit einem Seitfallzieher auf der Torlinie (15).

Nach Lieders Führungstreffer folgte der schnelle Ausgleich

Iserlohn kombinierte gefällig, kontrollierte jederzeit die Partie, doch Hampel vermisste oft die Präzision beim letzten Pass. Der blieb zumeist in der vielbeinigen Concordia-Abwehr hängen, während die Versuche aus der Distanz entweder das Ziel verfehlten oder eine leichte Beute für Wiemelhausens Torsteher wurden. Geduld war gefragt bei den Gastgebern, die mit ihrem Kurzpassspiel auf engstem Raum, aber auch mit temporeichen Positionswechseln die Lücke suchten und schließlich auch fanden. Doch Nweke wollte den Ball quer auf Lenz legen, anstatt aus kurzer Distanz selbst zu schießen (26.). Marks drosch das Leder über das Gehäuse (34.) und wurde wenig später im letzten Moment abgeblockt, weil er zu lange zögerte (40.). Lenz hatte kurz danach Pech mit einem Fallrückzieher, der knapp über das Gehäuse strich. Dazwischen setzten die Gäste immer wieder kleine Nadelstiche durch überfallartige Konter, blieben im Abschluss jedoch harmlos.

Unmittelbar nach Wiederbeginn schienen die Iserlohner für ihre Offensivbemühungen endlich belohnt zu werden, als Sarisoy aus gut 30 Metern einen Freistoß an den linken Pfosten hämmerte. Nweke, Lenz und Marks ließen weitere gute Gelegenheiten ungenutzt, ehe Lieder seine Farben endlich erlöste, mit einer schnellen Drehung seinen Gegenspieler verlud und dann Schlussmann Staudt nervenstark überwand (67.).

 

Jetzt schienen alle Dämme zu brechen. Aber nur sechs Minuten später glichen die Gäste aus. Nach einer Ecke düpierte Lenze mit wuchtigem Kopfball die in dieser Szene allzu sorglos verteidigenden Iserlohner. In der Schlussphase berannten die Gastgeber weiter das Concordia-Gehäuse, aber nach Doppelpass mit Borchmann verpasste Lenz das Happy-End.

 

Quelle: IKZ, Helmut Muschiol