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In Unterzahl den klaren Sieg herausgeschossen TOP NEWS

Dortmund. Der FC marschiert unaufhaltsam, und nach dem fünften Sieg in Folge ist die Vizemeisterschaft ein sehr realistisches Ziel geworden. In Brackel stand die Partie auf des Messers Schneide, aber dann schoss die Elf drei Treffer in Unterzahl. Der Glaube an die eigene Stärke ist derzeit offenbar unerschütterlich. 

Fußball-Westfalenliga: SV Brackel - FC Iserlohn 1:4 (0:1). Im Moment ist niemand gern außen vor, und so deutete sich schon im Abschlusstraining die Wunderheilung an. Denn die eigentlich bereits dem Lazarett zugewiesenen Defensivkräfte Cala, Deppe und Meckel meldeten sich allesamt einsatzfähig. Somit blieb es weitgehend bei der Erfolgsformation der letzten Wochen, und die startete anders als zuletzt gegen Sinsen zielstrebig und konzentriert.

Nach schnellem Führungstor kann der FC nicht nachlegen

Der FC übernahm das Kommando, kontrollierte das Spiel und nutzte den Freiraum, den Brackel ihm gewährte. Eine Kopfball-Co-Produktion der Innenverteidiger Nils Cala und Max Wagener führte zum frühen 0:1. Das verunsicherte die Hausherren, die den FC geradezu einluden, schnell nachzulegen. Doch Raphael Gräßer und Kingsley Nweke ließen Riesenmöglichkeiten aus. Diese Großzügigkeit blieb nicht ohne Folgen, denn allmählich nahm Brackel am Spiel teil und setzte Offensivakzente. Der bis dahin wenig geprüfte Daniel Dreesen wurde ersten Bewährungsproben unterzogen, aber die knappe Führung der Iserlohner ging zur Pause in Ordnung.

Durchgang zwei begann der FC mit Yildirim für den unglücklich agierenden Marks, und es waren gerade sechs Minuten gespielt, als sich Schiedsrichter Exner den Zorn der Gäste zuzog. Dominik Deppes Foul außerhalb des Strafraums wertete er als Notbremse, obwohl der Verteidiger weder letzter Mann war, noch eine klare Torchance vereitelte. Aber es gab Rot, und beim folgenden Freistoß parierte Dreesen zweimal glänzend. Im Gegenzug schaltete der FC blitzschnell, der Ball landete beim durchgestarteten Kingsley Nweke, und der blieb vor dem Tor ganz cool.

0:2 - das war eine echte Ansage nach der Unterzahl. Brackel gab sich trotz des Tiefschlages natürlich nicht auf, agierte vor dem gegnerischen Tor aber zu umständlich und zu unentschlossen. Und wenn es die gute Schussposition gab, war Dreesen wie gewohnt nicht zu überwinden. Je mehr die Dortmunder drängten, desto größer wurden die Freiräume für die Offensivkräfte der Gäste, die die Dezimierung sehr gut wegsteckten. Doch sie zögerten die Entscheidung hinaus. Nweke bediente den völlig frei stehenden Lukas Lenz, doch der lenkte den Ball neben das Tor. „Den hätte doch jeder hier auf der Anlage gemacht“, kommentierte später FC-Trainer Christian Hampel.

 

Der Kapitän leistete dann aber die Vorarbeit für Sascha Ernsts 0:3 (79.), der wenig später gleich noch einmal zuschlug, als Nweke sauber auflegte. Den Schlusspunkt durfte jedoch Brackel setzen: Mit einem sehr zweifelhaften, von Adler sehr gut geschossenen Elfmeter. Da war selbst Daniel Dreessen machtlos. Doch die Freude der Iserlohn konnte dieses Gegentor nicht trüben.

 

Quelle: IKZ