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Die ganz besonderen Glücksmomente Foto: Dennis Echtermann

Die ganz besonderen Glücksmomente TOP NEWS

Iserlohn. Im Willi-Vieler-Stadion herrschte am Mittwochabend Stimmung wie zu besten Oberligazeiten der SF Oestrich, als gut 300 Zuschauer die kleine Pokalsensation der A-Junioren des FCI feierten. Der Landesligist warf als krasser Außenseiter Bundesligist VfL Bochum aus dem Wettbewerb.

Fußball, A-Junioren-Westfalenpokal, Achtelfinale: FC Iserlohn - VfL Bochum 1:0 (0:0). Als ehemaliger Bundesligaprofi und Nationalspieler kennt Paul Freier diese besonderen Glücksmomente, wenn der Beifallssturm nach unerwarteten Erfolgserlebnissen kein Ende nehmen will. Als Fußball-Lehrer hat er diese Erfahrung noch nicht so oft machen können, umso mehr freute er sich über den Pokalsieg gegen seine ehemalige Mannschaft, die er vor seinem Wechsel im Vorjahr zum FC Iserlohn als Co-Trainer noch selbst betreute hatte.

Eine Minute vor Spielende erfolgte der Auftakt der Jubelarie der Iserlohner vor sichtlich enttäuschten Bochumern. Calvin Lanza nahm einen weiten Befreiungsschlag des überragenden Eugen Melikhov auf, setzte sich gegen zwei Bochumer durch und hämmerte von der Strafraumgrenze aus den Ball unhaltbar in die Maschen. Es folgte der erste Platzsturm aller Beteiligten, mittendrin in der jubelnden Spielertraube der Trainer. Der Bundesligist warf in der Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, wollte wenigstens die Verlängerung erzwingen. Die Iserlohner ließen aber wie zuvor keine Torchance zu.

Der Sieg war verdient. Kämpferisch und auch läuferisch boten die Gastgeber gegen den nicht in Bestbesetzung angereisten Bundesligisten eine starke Leistung, ein Klassenunterschied war nie auszumachen. Wie die Kletten klebten die Iserlohner an ihren Gegenspielern, setzten sie schon bei der Ballannahme unter Druck und provozierten so eine hohe Fehlerquote bei den Bochumern. Daraus ergaben sich oftmals gute Kontermöglichkeiten für die Gastgeber, aber der VfL ließ hinten ebenfalls wenig zu.

„Ich freue mich, dass das Märchen weitergeht.“

Mitte der zweiten Halbzeit hätten die Iserlohner allerdings in Führung gehen müssen, als Kevin Meckel nach einem Freistoß aus kurzer Distanz unbedrängt am Keeper scheiterte. Ein Kopfball von Fabian Jenusch war die zweite gute Gelegenheit, die dritte nutzte Lanza.

„Besser kann man gegen einen Bundesligisten nicht spielen. Wenn man die Torchancen sieht, war der Sieg auch verdient“, erklärte Paul Freier. „Ich freue mich natürlich mit der Mannschaft, dass das Märchen Westfalenpokal weitergeht. Wir werden es genießen und die positive Welle mitnehmen.“

 

 

FCI: Jagals; Menard, Vural (68. Lanza), Grahl, Melikhov, König, Wilke, Meckel, Karagiorgidis (74. Silvestro), Jenusch, Weingardt.

 

Quelle: IKZ