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Daniel Dreesen ist unüberwindbar Foto: Dennis Echtermann

Daniel Dreesen ist unüberwindbar TOP NEWS

Iserlohn. Solche Spiele gewinnt nur, wer gerade einen richtig guten Lauf hat. Und einen Daniel Dreesen im Tor. Der brachte Sinsens Angreifer schier zur Verzweiflung, vereitelte ein Dutzend hochkarätiger Einschussmöglichkeiten und war ohne Frage der Matchwinner am Hemberg. Als er nach dem Spiel das Klubheim betrat, gab es spontanen Applaus aus der Runde. 

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - TuS 05 Sinsen 1:0 (1:0). Nach den jüngsten Erfolgen hätte man eigentlich eine selbstbewusste Iserlohner Mannschaft erwarten dürfen, doch statt dessen präsentierte sie sich zunächst fahrig, uninspiriert und ohne jede Einstellung zu diesem spielstarken Gegner. Schon nach zwei Minuten hatte Daniel Dreesen die ersten Glanzparaden gezeigt, um den Rückstand zu verhindern. Es spielten nur die Gäste, die die Zweikämpfe gewannen, gut umschalteten und immer wieder gekonnt in die Spitze spielten, wo Salja wirbelte. 

Der Torhüter leitet auch das Tor des Tages ein

Der FC konnte nur reagieren, er wankte sehr bedenklich, aber er hielt mit viel Glück das 0:0. Und das war auch das Beste an der ersten halben Stunde, in der nur eine Mannschaft spielte. Offensivaktionen der Iserlohner blieben im Ansatz stecken, Wageners bessere Rückgabe nach einem Eckball war die erste Annäherung an das TuS-Tor (30.). Doch wenig später stand es plötzlich 1:0. Dreesen klärte im eigenen Strafraum mit dem Fuß, den weit geschlagenen Ball verlängerte Lenz per Kopf, und Raphael Gräßer vollstreckte.

Das Tor änderte die Szenerie, denn jetzt nahmen auch die Gastgeber am Spiel teil. Das setzte sich im zweiten Durchgang zunächst fort, als die Mannschaft kompakter stand, viel konsequenter verteidigte, den Gegner vom eigenen Strafraum fern hielt und zumindest andeutete, weshalb sie den besten Angriff der Liga stellt. Doch Gräßer, Lenz und Nweke agierten dicht vor dem Sinsener Tor zu umständlich und vergaben das mögliche 2:0.

Die Gäste blieben also im Rennen, und sie nahmen allmählich wieder Fahrt auf und setzten ihr Duell mit Daniel Dreesen fort. Doch der blieb nach gut einer Stunde auch gegen Temming und dann gegen Müllers Kopfball aus kurzer Distanz Sieger. Sinsen ließ sich trotz der Fehlschüsse nicht entmutigen, gab weiter Gas, und weil es der FC nicht schaffte, seine Kontermöglichkeiten vernünftig auszuspielen, blieb es spannend.

 

Doch dem Team aus Marl lief allmählich die Zeit davon, es gab überhastete Abschlüsse, und bei Iserlohn wuchs die Zuversicht, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Und wenn wieder ein Sinsener frei zum Schuss kam, war der unüberwindbare Daniel Dressen natürlich zur Stelle. Mit einer nur normalen Torwartleistung hätte der FC dieses Spiel wohl verloren.

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer