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FC Iserlohn in Wickede gnadenlos effizient TOP NEWS

Wickede. Der FC hat endgültig einen Lauf! Dritter Sieg in Folge und dabei 13 Tore erzielt: Die Mannschaft kann in dieser Form wieder den Blick in Richtung Spitzengruppe lenken, darf allerdings nicht den Fehler machen, diesen unerwartet deutlichen Sieg überzubewerten.

Fußball-Westfalenliga: Westfalia Wickede - FC Iserlohn 1:6 (0:2). Dass sich zwei spielstarke Kontrahenten ein Duell auf Augenhöhe liefern würden, durfte man eigentlich erwarten. Und in der ersten Hälfte war das auch durchaus der Fall. Iserlohn begann stark mit konsequenter Defensivarbeit, schnellem Umschalten und einem frühen Führungstreffer als Motivationsspritze. Raphael Gräßer traf nach schöner Marks-Vorarbeit, nachdem die Gäste zuvor zwei Großchancen ausgelassen hatten. Als Dreesen-Ersatz Sousa da Costa gegen Zwahr mit einer starken Parade den Ausgleich verhinderte (20.), war das ein Signal zum Umschwung.

Der FC verlor den Zugriff, störte zu spät und geriet unter Druck. Wickede drängte, kombinierte gefällig bis zum Strafraum, agierte dann aber zu umständlich. So konnten die Iserlohner wiederholt in höchster Not klären. Und für alle Fälle war Sousa da Costa zur Stelle. Die Führung, so viel stand fest, war zur Pause glücklich - und sie wurde sogar ausgebaut. Gräßer bediente Yannik Marks, und der nahm in der Nachspielzeit ganz genau Maß.

Klar war jedoch, dass der FC zulegen musste, wollte er nicht massiv in Bedrängnis geraten. Und die Mannschaft arbeitete sich zurück ins Spiel, gewann wieder mehr Zweikämpfe hatte aber noch nicht die Ruhe für den entscheidend Konter. Die Wickeder, nun gegen den böigen Wind im Pappelstadion spielend, agierten ziemlich kopflos und kamen zu keiner klaren Chance. So überraschte es nicht, dass ihnen der frühe Knockout versetzt wurde. Marks und Gräßer, die schon beim 0:2 Arbeitsteilung betrieben hatten, tauschten nun die Rollen, und diesmal durfte sich wieder Raphael Gräßer feiern lassen.

Die letzte Chance, doch noch einmal heran zukommen, verschaffte der Westfalia Schiedsrichterin Arlt, als sie nach Kozlowskis Abwehraktion gegen Zwahr zu Unrecht auf Strafstoß entschied. Doch Sousa da Costa parierte glänzend gegen Toetz (73.), und danach gingen die Köpfe der Wickeder endgültig nach unten. Die Mannschaft gab auf, und der FC hatte leichtes Spiel.

 

Lukas Lenz demonstrierte seine Erfahrung, als er Baron den Ball abluchste und ganz cool vollstreckte. Danach hatte der Kapitän Dienstschluss, und Kingsley Nweke übernahm den Rest. Zweimal behielt er frei vor Keeper Wegner die Übersicht und machte das Debakel für die Wickeder perfekt. Deren Ehrentreffer in der Schlussminute war an diesem Tag nicht mehr als ein Schönheitsfehler für die überzeugenden Iserlohner.

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer