Anmelden

Login to your account

Username *
Password *
Remember Me
Überzeugender FC lässt Hordel keine Chance Foto: Dennis Echtermann

Überzeugender FC lässt Hordel keine Chance TOP NEWS

Iserlohn. Tabellarisch tritt der FC noch auf der Stelle, aber das Leistungsniveau gehört mittlerweile zur Ligaspitze. Zur Hemberg-Premiere 2017 präsentierte sich die Mannschaft in starker Form und zwang ersatzgeschwächte Hordeler verdient in die Knie. Wenn man nur nicht in der Hinrunde so viele Punkte liegen gelassen hätte...

 

Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - TuS Hordel 3:1 (2:1). Die erste erwähnenswerte Szene des Spiels passte zur anhaltenden Pechsträhne des FC in dieser Saison. Kevin Meckel und Daniel Dreesen prallten bei einer Abwehraktion zusammen, und der Keeper musste wegen einer Knieverletzung minutenlang behandelt werden. Er machte weiter, konnte sich danach aber nur humpelnd fortbewegen. Und das rächte sich. Denn nach einem weiten Schlag auf Dragicevis wäre er normalerweise rechtzeitig am Ball gewesen. War er aber nicht, und der Hordeler spitzelte die Kugel an ihm vorbei ins Netz (8.). Der FC brauchte eine Weile, um sich neu zu sortieren, fand aber gegen die zuweilen arg lässig kombinierenden Bochumer immer besser ins Spiel.

Laufbereitschaft und Zweikampfführung wurden kontinuierlich gesteigert, und fast zwangsläufig gab es Torchancen. Die erste vergab Yannik Marks nach schöner Sarisoy-Vorarbeit (18.), die beiden nächsten Kingsley Nweke jeweils nach Eckbällen. Aber dann durfte der überfällige Ausgleich gefeiert werden, als Borchmann Raphael Gräßer einsetzte, der den Ball ins lange Eck lenkte. Das sichere 2:1 vergab wenig später Nweke, der zu Lenz passen wollte, anstatt seine ideale Schussposition zu nutzen. Kurz vor der Pause war dieser Gedanke aber goldrichtig. Der Ball landete beim Kapitän, und der voll­endete gekonnt zum 2:1.

Dreesens Elfmeterparade gibt dem FC Selbstvertrauen

Auch dem zweiten Durchgang drückten die überzeugenden Iserlohner mit Leidenschaft und Spielfreude ihren Stempel auf, aber sie nutzten ihre Chancen nicht. Die beste: Marks gibt herein, Lenz lässt den Ball durch, und der völlig freie Nweke schießt ihn aus kurzer Distanz über die Latte (63.). Die Quittung schien wenig später präsentiert zu werden, als dem als Innenverteidiger gut agierenden Nils Cala der Ball an die Hand sprang - Elfmeter. Daniel Dreesen parierte glänzend gegen van der Heusen. „Gut, dass er im Tor geblieben ist“, meinte FC-Geschäftsführer Ernst Greve.

 

Für Hordel war das ein Tiefschlag, für die Hausherren das Signal, das Tempo anzuziehen. Und das beste Rezept war es nach wie vor, den Gegner in dessen Strafraum zu beschäftigen. Das taten die Iserlohner nach kurzer Verschnaufpause wieder, und sie schafften es tatsächlich, sich unnötige Zitterminuten zu ersparen. Max Borchmann tankte sich auf der linken Seite durch, bediente Kingsley Nweke mustergültig, und diesmal traf der Nigerianer zur Entscheidung.

 

Quelle: IKZ, Willy Schweer