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Nur keine Restrunde wie im letzten Jahr TOP NEWS

Iserlohn. Am Sonntag wird das Rennen wieder eröffnet, die Fußball-Westfalenliga startet in die Restrunde. Dabei gibt es im Titelkampf vor den letzten 13 Spielen mehr Spannung als erwartet, denn Topfavorit Westfalia Herne hat nur drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Lüner SV. Aber der Traditionsverein lässt nichts unversucht, um den Oberliga-Aufstieg perfekt zu machen. Der Luxuskader wurde mit sechs Neuzugängen weiter veredelt, die allesamt Erfahrung in höheren Ligen gesammelt haben. Bei den Verfolgern hat es dagegen nur punktuelle Veränderungen gegeben.

 

Den Sprung in die Oberliga wird am Ende der Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit nur der Meister schaffen, die Chance des Vizemeisters ist minimal. Denn in der Regionalliga stehen mit Siegen, Ahlen und Sprockhövel drei westfälische Vereine mit beträchtlichem Abstand zum rettenden Ufer auf einem Abstiegsplatz, so dass sich ein zusätzliches Aufstiegskontingent für die Westfalenligisten derzeit nicht abzeichnet.

 

Spannung verspricht auch der Abstiegskampf. Lennestadt und Mengede sind zwar schon etwas abgeschlagen, doch der Drittletzte Neheim liegt nur fünf Punkte hinter dem Achten Kirchhörde zurück. Und zwischen diesen zentralen Entscheidungen der Saison bewegt sich der FC Iserlohn als Fünfter mit 28 Punkten - elf hinter Herne. In der Hinrunde mit Höhen und Tiefen ist der Kontakt nach ganz oben abgerissen, und dass die Mannschaft bisher die meisten Tore (44) erzielt hat, hilft ihr nicht weiter, weil die Verteilung ungünstig war. Vor einem Jahr stand der FC auf Rang zwei und schien gute Möglichkeiten zu haben, diesen zu behaupten. Dann kam der Absturz auf Rang vier. Wie läuft es in der Restrunde 2017?

 

Die Vorbereitung

Der Wintereinbruch im Januar machte den Iserlohnern zu schaffen, die auf dem sandigen Hemberg-Kunstrasen bei niedrigen Temperaturen ohnedies widrige Bedingungen vorfinden. Der Testspielstart musste mehrfach verschoben werden, und am Ende wurden nur vier Spiele bestritten. Dem 3:1 gegen die FSV Werdohl folgten das 2:2 beim BSV Menden, das 2:3 in der nach 70 Minuten abgebrochenen Partie beim FC Kray und schließlich das 5:2 beim BSV Schüren. Oftmals stand nur ein Rumpfkader zur Verfügung, so dass sich derzeit kein klares Leistungsbild ergibt. Ein Trost für Trainer Christian Hampel: Auch Auftaktgegner SpVg. Olpe litt unter dem Winterwetter, Gegner aus dem Ruhrgebiet hätten derzeit wohl einen echten Vorteil.

 

Das Personal

Zum Jahresende verabschiedeten sich Patrick Leclaire und Pierre Szymaniak vom FC, vor einigen Tagen folgte völlig unplanmäßig Malte Weusthof, den es beruflich nach Hamburg verschlägt. Neu sind Nils Cala (ASC Dortmund), Kadir Cam Akgül (TSG Sprockhövel) und der Jugendliche Kevin Meckel. Ein Problem der Iserlohner: Weil Sebastian Lötters und Dean Müsse mit Fuß-, bzw. Knieverletzung noch mehrere Wochen ausfallen werden, steht mit Max Wagener derzeit nur noch ein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung. Die vielseitigen Philipp Herder und Nils Cala kommen für den Aushilfspart in Frage. Angeschlagen ist Sascha Ernst, und Kingsley Nweke hat nach seiner Verletzungspause noch beträchtlichen Nachholbedarf.

 

Die Zielsetzung

Die Iserlohner streben einen Platz im oberen Drittel an und wollen auf jeden Fall ein besseres Bild abgeben als in der Rückserie der Vorsaison. Christian Hampel: „Wir haben natürlich Probleme in der Defensive, aber ich bin unter dem Strich recht zuversichtlich. Primäres Ziel ist es, mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde“.

 

Die Prognose

 

Weil der FC personell selten aus dem Vollen schöpfen kann und sich nicht verstärkt hat, dürfte es nicht nennenswert nach oben gehen - Platz vier bis sechs.

 

 

Quelle: IKZ